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Neu : ein Verbundwerkstoff biologischen Ursprungs

Le 07/12/2009

Das Lermab und das CETELOR haben einen Öko-Verbundwerkstoff auf der Grundlage von Fasern und eines Naturharzes entwickelt. Dieses ab sofort patentierte neue Material wird auf zahlreichen Gebieten zur Anwendung kommen.
 
 
"Jeder sprach darüber, aber niemand hatte ihn." Das ist somit ein wichtiges Ergebnis, zu dem sich das CETELOR und das LERMAB, zwei Strukturen der UHP, gratulieren können. Anfang Juli hat das Lothringische Textiltestzentrum zusammen mit dem LERMAB sein erstes Patent auf ein Verbundmaterial ausschließlich biologischen Ursprungs angemeldet. "Wir lauern ständig auf Lösungen, um der Textilindustrie bei der Suche nach neuen Absatzmärkten behilflich zu sein. Dieses Patent ist ein wunderbares Ergebnis", freut sich der Leiter des CETELOR Frédéric Lecoanet.
 
Der am Campus Fasern Epinal hergestellte Bio-Composite ist der Ertrag einer engen Zusammenarbeit zwischen dem CETELOR und dem LERMAB. "Uns standen sämtliche Ressourcen zur Verfügung und das Zentrum Fasern hat unsere Forschungen ausgerichtet", erinnert sich Frédéric Lecoanet. Das CETELOR entwickelte zuerst die Struktur des Bio-Composites: eine Matrix auf Leinen-Hanf-Basis. Diese "biomassebasierte" Matrix wurde dann an das LERMAB und den "Harzspezialisten Professor Antonio Pizzy" weitergeleitet. Sein Team arbeitete dann ein Tanninharz aus, um die Matrix zu imprägnieren. Ergebnis des Verbunds: ein Composite aus 95%-ig natürlichen Bestandteilen.
 
Stühle, Kfz-Innenraumverkleidungen, Computergehäuse, Kleidung, usw. Das neue Material bietet in vielen Bereichen eine umweltfreundliche Alternative zu Kunststoffen. Es ist sehr leicht, strapazierfähig, "unter industriellen Bedingungen" kompostierbar "und sein Recycling verbraucht keine Energie", führt Frédéric Lecoanet genauer aus. Das dank Unterstützung des Cérès patentierte CETELOR-Verfahren wartet nur noch auf seine Anwendung in der Welt der Industrie: "Die Verbraucher sind heutzutage empfänglich für eine solche Technologie und wir sind bereit, den lothringischen Unternehmen bei der Anpassung ihrer Produkte zu helfen. OSEO hat im Übrigen angeboten, uns bei diesem Vorgehen zu unterstützen." Das CETELOR ist im Begriff, "Produkte mit hoher Beanspruchung" als Muster zu entwerfen : "Kleinkind-Lkw oder Leiter - was die Form angeht, sind wir ganz frei."
 
Das CETELOR wird gemeinsam von der Region Lothringen, dem FEDER, der DRIRE Lothringen und der UHP finanziert.
 
 

CETELOR : Lothringisches Textiltestzentrum

In Kooperation mit den regionalen Ausbildungszentren hat die Henri-Poincaré-Universität eine Textiltechnologieplattform entwickelt - das CETELOR (Lothringisches Textiltestzentrum). Das CETELOR ist ein Zentrum für die Unternehmen des Fasersektors und besteht im Wesentlichen aus einer Abteilung für die Beobachtung des Sektors, einem Analyse- und Kontrolllabor, einem Technologietransferzentrum und einem technischen Planungszentrum.
CETELOR begleitet die Unternehmen der Textilbranche bei ihrer strategischen, technologischen und wirtschaftlichen Entwicklung.


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